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25 Jahre SportRegion Stuttgart

25-Jahr-Jubiläum | Gründungstag ist der 14. Mai

Seit dem Jahr 2009 gibt es die Diskussionsreihe SPORT TALK.
Die Turnerin Tabea Alt ist eine der Sportlerinnen, die von der SportRegion unterstützt werden.
Beim Projekt VIELFALT DES SPORTS steht in jeder Woche des Jahres 2021 eine andere Sportart im Mittelpunkt.
Der Sporttalk im April 2010

Vor 25 Jahren wurde die SportRegion Stuttgart gegründet. Exakt seit dem 14. Mai 1996 gibt es den Verein, der sich die Verbesserung der interkommunalen Zu­sammen­arbeit auf dem Gebiet des Sports zum Ziel gesetzt hat. Zu den Gründungsmitgliedern zählten 32 Kommunen, 22 Sportfachverbände und die sechs Sportkreise der Region. Zum Gründungsvorsitzenden wurde Ludwigsburgs Oberbürgermeister Dr. Christof Eichert gewählt. Zudem wurde beschlossen, dass Gunter H. Fahrion vom Sportamt Stuttgart für die Geschäftsführung zuständig sein sollte. Auf Dr. Christof Eichert folgte im Jahr 2002 Dr. Bernd Vöhringer (Oberbürgermeister von Sindelfingen), ehe im Jahr 2012 Matthias Klopfer (Oberbürgermeister von Schorndorf) Vorsitzender wurde, der im Jubiläumsjahr an der Spitze des Vereins steht.

 

Die Zahl der Mitglieder ist im Laufe der Jahre ständig gestiegen. Nachdem mit 60 Mitgliedern gestartet wurde, kann die SportRegion im Jubiläumsjahr exakt 100 Mitglieder verzeichnen. Neben Kommunen, Sportfachverbänden und Sportkreisen zählen zu diesem Kreis inzwischen auch der Olympiastützpunkt Stuttgart sowie der Verband Region Stuttgart.

 

Die SportRegion ist als Verein organisiert. An der Spitze steht ein Vorstand, der aus elf Vertretern seiner Mitglieder besteht. Bei der Arbeit wird der Vorstand von den hauptamtlichen Mitarbeitern unterstützt. Diese arbeiten auf der Geschäftsstelle, die sich seit dem Jahr 2007 im Stuttgarter NeckarPark befindet. Um ihre Ziele zu erreichen nutzt die SportRegion die 4-I-Strategie. Sie initiiert, informiert und sorgt für einen Informationsaustausch, um damit einen Imagegewinn für die Region Stuttgart zu erzielen. In diesem Zusammenhang gibt es Aktivitäten wie beispielsweise das Jahresmotto, das Netzwerk-Event „Bundesliga-Brunch“ und die Veranstaltungsreihe SPORT TALK. Außerdem steht seit dem Jahr 2011 jedes Jahr unter einem entsprechenden Motto.

 

Seit vielen Jahren engagiert sich die SportRegion bei den Kampagnen der Fördergesellschaft des Olympiastützpunktes Stuttgart. Erstmals hat die SportRegion dabei im Vorfeld der Olympischen Spiele 2004 in Athen Patenschaften für Sportlerinnen und Sportler übernommen. Dieses Patenschaftsmodell wurde für die folgenden Olympischen Sommerspiele beibehalten (Peking, London, Rio und Tokio). Durch das SportRegion-Stipendium sollen die Talente finanziell unterstützt, motiviert und emotional an die Region Stuttgart gebunden werden. Derzeit werden sechs Sportlerinnen und Sportler von der SportRegion gefördert: Tabea Alt (Turnen), Alina Beck (BMX-Radsport), Alina Kenzel (Leichtathletik), Tim-Oliver Geßwein (Trampo­linturnen), Maurice Schmidt (Rollstuhlfechten) und Niko Kappel (Para-Leichtathletik).

Ihr Jubiläum nimmt die SportRegion Stuttgart zum Anlass, um in diesem Jahr gezielt auf die vielfältigen Sportangebote in der Region hinzuweisen. Ins Jubiläumsjahr gestartet wurde im Januar mit zwei aufwendigen Projekten. Bei MEIN MOMENT kommen Personen zu Wort, die aus ihrer ganz persönlichen Sicht auf ein sportliches Ereignis der vergangenen 25 Jahre zurückblicken. Bei VIELFALT DES SPORTS wird in jeder Woche eine andere Sportart in faszinierenden Bildern präsentiert. Geplant sind in diesem Jahr auch wieder zwei Podiumsdiskussionen sowie der Bundesliga-Brunch. Im Juli findet in Ludwigsburg das „NaturVision Filmfestival“ statt, bei dem sich die SportRegion erneut einbringen wird. Abgerundet wird das umfangreiche Jahresprogramm durch den Podcast DIE STIMME DES SPORTS, der im Vier-Wochen-Rhythmus erscheint, und die Videokooperation mit Regio TV.

 

Einen Vorgeschmack auf das Jubiläumsjahr der SportRegion gibt es ab dem 20. April 2021. Dann beginnt der „Sportliche Countdown“, indem die SportRegion über ihre Kanäle an jedem Tag auf ein anderes Ereignis ihrer eigenen Geschichte hinweisen wird. Höhepunkt wird dann der 14. Mai 2021 sein, an dem sich die Gründung der SportRegion zum 25. Mal jährt. Was an jenem Tag passiert, wird aber noch nicht verraten.

 

Mehr Infos: www.sportregion-stuttgart.de

 

 

Vorstand der SportRegion Stuttgart im Jubiläumsjahr 2021

Matthias Klopfer (Vorsitzender), Regina Wagner (Stellvertretende Vorsitzende), Gunter H. Fahrion (Stellvertretender Vorsitzender), Wilfried Scheible (Schatzmeister), Erich Hägele, Do­minik Hermet, Andreas Hesky, Daniela Klein, Matthias Müller, Jürgen Scholz, Dr. Joachim Wolf.

 

 

Zitate der aktuellen Vorstandsmitglieder der SportRegion Stuttgart


„Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass, um in diesem Jahr gezielt auf unsere Geschichte einzugehen. Mit unseren Aktivitäten sind wir in diesem Jahr sehr sichtbar. Das trifft vor allem für die beiden Serien VIELFALT DES SPORTS und MEIN MOMENT zu. Bei diesen beiden Projekten kommt auf beeindruckende Art zum Ausdruck, wie vielfältig die Sportwelt ist.“
Matthias Klopfer, Oberbürgermeister von Schorndorf und Vorsitzender der SportRegion

 

„Die Gründungsversammlung der SportRegion fand damals im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses statt. 60 Mitglieder traten damals der SportRegion bei. Wir werden am 14. Mai 2021 den ganzen Tag lang all unsere Kanäle nutzen, um auf das zurückzublicken, was wir in den vergan­genen 25 Jahren gemacht haben.“
Gunter H. Fahrion, Vorsitzender des Württembergischen Rasenkraftsport- und Tauziehverbandes sowie Stellvertretender Vorsitzender der SportRegion

 

„Einer der sportlichen Höhepunkte des Jahres 2021 in der Region Stuttgart werden sicher im Juni die Deutschen Meisterschaften im Straßenradsport sein. Wir hoffen, dass die Corona-Bestimmungen dann so sein werden, dass die Titelkämpfe tatsächlich so wie geplant stattfinden können. Besonders freue ich mich auf das Brezel-Race, an dem Hobbyfahrerinnen und -fahrer teilnehmen können.“

Regina Wagner, Regionalrätin und Stellvertretende Vorsitzende der SportRegion

 

„Mir gefallen die RegioCups sehr. Bei diesen steht der regionale Gedanke im Mittelpunkt. Was den Tanzsport betrifft, so nutzen wir beispielsweise die Möglichkeit, um im Rahmen der German Open Championships in jedem Jahr das erfolgreichste Tanzpaar der Region Stuttgart auszuzeichnen. Man kann dabei sehen und spüren, wie stolz die geehrten Talente sind, dass sie ausgewählt wurden.“

Wilfried Scheible, Präsident des Tanzsportverbandes Baden-Württemberg und Schatzmeister der SportRegion

 

„Ich gehöre, mit einer Unterbrechung, bereits seit dem Jahr 1996 dem Vorstand der SportRegion an. In dieser Zeit wurde viel erreicht. Mir war es dabei immer wichtig, über den Tellerrand zu schauen, so dass am Ende alle von der Zusammenarbeit profitieren können.“

Erich Hägele, Präsident des Sportkreises Rems-Murr und Vorstandsmitglied der SportRegion

 

„Als Geschäftsführer des Sportkreises Stuttgart habe ich zunächst einmal die Interessen der Vereine der Landeshauptstadt im Blick. Durch die SportRegion Stuttgart erhalte ich einen Einblick in die Arbeit, die anderswo geleistet wird. Diese Erkenntnisse sowie der Austausch untereinander sind letztlich immer sehr hilfreich.“
Dominik Hermet, Geschäftsführer des Sportkreises Stuttgart und Vorstandsmitglied der SportRegion

 

„Regio e.V., KulturRegion und SportRegion bilden einen regionalen Dreiklang und gehören einfach zusammen! Gerade jetzt ist es wichtig, diesen Zusammenschluss nach vorn zu stellen und deutlich zu machen, dass regionale Themen, wie Kultur, Sport und Tourismus ‚regional gedacht und lokal gemacht‘ werden! Die SportRegion ist ein wichtiger Transmissionsriemen für den Sport, die Verbände und Vereine in die regionale und lokale Politik, um Impulse und Bedürfnisse des Sports zu transportieren. Als Vorsitzender des Regio e.V. will ich betonen, dass der Sport zu den imageprägenden Faktoren der Region Stuttgart gehört und ein touristischer Faktor ist. Die SportRegion leistet seit 25 Jahren im Verbund mit der KulturRegion und dem Regio e.V. wertvolle Arbeit. Herzlichen Dank dafür und weiterhin viel Erfolg!“

Andreas Hesky, Oberbürgermeister von Waiblingen, Vorsitzender des Regio Stuttgart Marketing und Tourismus e.V. sowie Vorstandsmitglied der SportRegion und der KulturRegion

 

„In der Landeshauptstadt finden immer wieder sportliche Großereignisse statt, die ihre Wirkung in der ganzen Region entfalten. Die SportRegion informiert die Menschen im Umland über diese Events und aktiviert sie überaus erfolgreich dafür. Damit übernimmt sie eine Schlüsselrolle für den Wissenstransfer, was sich aktuell bei den Deutschen Meisterschaften im Straßenradsport sowie dem Brezel Race zeigt.“ Daniela Klein, Leiterin des Amts für Sport und Bewegung der Landeshauptstadt Stuttgart und Vorstandsmitglied der SportRegion

„Die SportRegion Stuttgart probiert immer wieder neue Dinge aus. So wurde beispielsweise im Jahr 2019 eine Kooperation mit dem NaturVision Filmfestival eingegangen, was dazu geführt hat, dass an einem der Festivaltage der Sport im Mittelpunkt des Open-Air-Programms stand. Mit Hilfe dieser Zusammenarbeit kommt der organisierte Sport mit ganz neuen Personengruppen in Kontakt.“

Matthias Müller, Präsident des Sportkreises Ludwigsburg und Vorstandsmitglied der SportRegion

 

„Die SportRegion Stuttgart hat auch die kleinen Kommunen im Blick. 2012 machten beispielsweise die SchulSportSpiele hier bei uns in Sersheim Station. Die Augen unserer Grundschüler waren damals sehr groß, als sie plötzlich einen echten englischen Doppeldecker-Bus auf dem Sportgelände entdeckt haben, der Teil des Konzepts war.“

Jürgen Scholz, Bürgermeister Sersheim, Präsident des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes und Vorstandsmitglied der SportRegion

 

„Was mich an der SportRegion Stuttgart begeistert, ist der interkommunale Ansatz. So wandert beispielsweise die Diskussionsreihe SPORT TALK bewusst durch die ganze Region. Anlässlich des Evangelischen Kirchentags 2015 in Stuttgart fand beispielsweise eine Talk-Veranstaltung hier in der Korntaler Christuskirche statt, bei der über das Verhältnis von Kirche und Sport gesprochen wurde – ein auch für mich persönlich sehr spannender und erkenntnisreicher Austausch.“

Dr. Joachim Wolf, Bürgermeister Korntal-Münchingen und Vorstandsmitglied der SportRegion

 

 

Zitate ehemaliger Vorstandsmitglieder der SportRegion Stuttgart

 

„Die Gründung der SportRegion Stuttgart war etwas Besonderes. Dass sich die Region und die Kommunen gemeinsam mit Sportfachverbänden und Sportkreisen in einem Verein zusammengenschlossen haben, gab es zuvor in Deutschland noch nirgends. Die Arbeit der SportRegion will nicht mit spektakulären Ereignissen auffallen. Der Verein ist in erster Linie dazu da, um seine Mitglieder zu unterstützen. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt bei der Koordination und Unterstützung seiner Mitglieder. Das Ziel wird honoriert, wie der Anstieg von 60 auf mittlerweile exakt 100 Mitglieder zeigt. Nach einem Vierteljahrhundert beweist sich damit wunderbar, dass die Gründung der SportRegion goldrichtig war!“
Dr. Christof Eichert, Gründungsvorsitzender der SportRegion Stuttgart

 

„Im Jahr 2002 habe ich als Nachfolger von Dr. Christof Eichert den Vorsitz in der SportRegion übernom­men. Damals war der Verein noch komplett ehrenamtlich organisiert. Mein Bestreben war es, das langfristige Bestehen des Vereins zu sichern, um damit den Sport in der Region dauerhaft voranzu­bringen und die Chancen des Sports für die regionale Entwicklung und Identität zu nutzen. Ein wichtiger Schritt in diesem Zusammenhang war die Schaffung hauptamtlicher Strukturen. Dies ist im Jahr 2006 mit dem Beschluss in der Regionalversammlung, die SportRegion verstärkt zu unterstützen, gelungen.“

Dr. Bernd Vöhringer, Oberbürgermeister von Sindelfingen und ehemaliger Vorsitzender der SportRegion Stuttgart

„Die SportRegion ist die Verbindung von zwei großen Komponenten – den Sportorganisationen und der kommunalen Seite. Wer den Sport voranbringen möchte, kann dies nicht ohne die Kommunen tun. Umgekehrt wissen die Kommunen auch, was sie an ihren Sportvereinen haben. Das Anliegen des SportRegion-Vorstandes war es immer, in den Dialog zu kommen. Der Austausch unter den Beteiligten ist wichtig, zumal der Sport ein lernendes System ist. Dies ist mit dem Format SPORT TALK gut gelungen.“

Rainer Brechtken, ehemaliger Stellvertretender Vorsitzender der SportRegion Stuttgart

 

„Was ich bei der SportRegion Stuttgart schön finde, ist, dass seit 2011 jedes Jahr unter ein bestimmtes Motto gestellt wird. Besonders gefallen hat mir im Jahr 2017 das Motto FRAUEN IM SPORT. Hier hat die SportRegion zahlreiche Impulse setzen können und so ein Jahr lang dieses wichtige Thema in den Fokus gerückt.“

Monica Wüllner, ehemalige Stellvertretende Vorsitzende der SportRegion Stuttgart

 

„Die SportRegion wird wahrgenommen. Ich hoffe, dass sie auch künftig eine wichtige Rolle spielt, um den politisch Agierenden bewusst zu machen, wie wichtig der Sport ist. Gerade, was die Sportstätten betrifft, gibt es einen enormen Nachholbedarf. Hierauf sollte die SportRegion auch künftig immer wieder hinweisen.“

Fred-Jürgen Stradinger, Präsident des Sportkreises Stuttgart und ehemaliges Vorstandsmitglied der SportRegion Stuttgart

 

„Die SportRegion Stuttgart hat Netzwerkfunktion – und Netzwerke werden in der Zukunft immer wichtiger. Gemeinsam kann man eben viel mehr erreichen als der Einzelne. Das betrifft sowohl die Arbeit des Sportkreises, der die Interessensvertretung der Vereine ist, als auch die Arbeit der SportRegion, die die einzelnen Landkreise im Blick hat.“

Werner Schüle, Vizepräsident des Sportkreises Stuttgart und ehemaliges Vorstandsmitglied der SportRegion Stuttgart

 

„Die SportRegion ist aus meiner Sicht zu einem Erfolgsfaktor und festen Bestandteil für den Sport in der Region aber auch in der Landeshauptstadt geworden. Die Mitarbeit im Vorstand als Vertreter der Landeshauptstadt hat immer viel Spaß gemacht. Besonders erinnere ich mich an das gemeinsam entwickelte Strategiekonzept für den Radsport. Daraus entstand die Bewerbung um die Deutschlandtour 2018 und die Premiere des Jedermann-Rennens. Viele Radsportevents werden hoffentlich noch in Stuttgart und der Region folgen.“

Günter Kuhnigk, ehemaliges Vorstandsmitglied der SportRegion Stuttgart

 

„Die SportRegion – einst gegründet um insbesondere den Spitzensport zu fördern – hat viel bewirkt und ihre Rolle als Partner des Sports sukzessive ausgebaut und erweitert. Sie ist längst ein bedeutsamer Vermittler für viele Vereine, Verbände und Organisation und das vor allem als Mediator und Unterstützer, indem sie auf die große Bandbreite an Events hinweist und sich außerdem bei der Organisation und Durchführung von Rahmenprogrammen einbringt.“

Andreas Kroll, Geschäftsführer der in Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG und ehemaliges Vorstandsmitglied der SportRegion Stuttgart

 

Sonstige Zitate


„Ich habe die SportRegion Stuttgart mit dem Verband Region Stuttgart von Anfang an begleitet, sie war und ist durchweg ein kompetenter und zuverlässiger Sparringpartner in allen sportlichen Belangen. Gerne denke ich beispielsweise zurück an die gute Zusammenarbeit bei der Deutschland-Tour 2018, die auch mit regionaler Beteiligung durch die Region gerollt ist. Und nicht zuletzt stärkt die SportRegion mit ihren Regio Cups und vielen weiteren Veranstaltungen das regionale Wir-Gefühl.“
Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verbandes Region Stuttgart

 

„Der Verband Region Stuttgart bringt sich bei der SportRegion Stuttgart gerne als Hauptunterstützer ein. Sie ist ein wichtiger Teil im Mosaik der regionalen Familie, hervorragender Partner und trägt dazu bei, dass die Region sich weiterhin lebens- und liebenswert entwickelt. Die SportRegion stärkt darüber hinaus die interkommunale Vernetzung, schafft Sichtbarkeit für sportliche Ereignisse aus der gesamten Region und fördert den Spitzen- wie auch Breitensport. Unsere Förderung ist daher gut angelegtes Geld.“
Dr. Nicola Schelling, Regionaldirektorin des Verbandes Region Stuttgart

 

„Die SportRegion Stuttgart ist ein innovativer, kreativer und verlässlicher Partner. Sie bringt ihr Wissen und ihre Verbindungen immer wieder bei Großveranstaltungen ein. So war es auch in den Jahren 2007 und 2017 als die SportRegion im Lokalen Organisationskomitee der Handball-Weltmeisterschaften der Männer und der Frauen mitgewirkt hat. Die Ideen der SportRegion haben dazu beigetragen, dass die Weltmeisterschaften sehr erfolgreich waren und in bleibender Erinnerung sind.“
Bernhard Bauer, 1. Vorsitzender der Freunde und Förderer des Handballs in Württemberg sowie ehemaliger Präsident des Deutschen Handballbundes

 

„Mir gefällt das Format Bundesliga-Brunch der SportRegion Stuttgart sehr gut. Wir durften 2018 anlässlich unseres Bundesliga-Heimspieltages Gastgeber sein. Auf diese Weise kamen viele Funktionäre mit der Sportart in Kontakt, die bislang mit Golf noch nichts zu tun hatten. Für uns war dies eine gelungene Möglichkeit auf die Sportart und den Verein aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass Golf ein hoch intensiver Sport für Geist und Körper ist.“

Simon Schmugge, Geschäftsführer des Stuttgarter Golf-Clubs Solitude

„Im Jahr 2009 fanden die Tischtennis-Europameisterschaften in Stuttgart statt. Gemeinsam mit der SportRegion Stuttgart haben wir dabei die Werbetour ‚11-mal Aufschlag‘ durchgeführt. Im Vorfeld der Titelkämpfe konnten wir so ein Jahr lang auf die EM aufmerksam machen. Diese publikumswirksame Aktion hat entscheidend mitgeholfen, dass die kontinentalen Titelkämpfe fast ausverkauft waren.“
Thomas Walter, Geschäftsführer des Verbandes Tischtennis Baden-Württemberg

 

„Im Jahr 2014 hat unser Verband die Chance gesehen, mit Hilfe der SportRegion Stuttgart Kontakt zu den Grundschulen zu bekommen. Seit dieser Zeit gibt es das Inklusionsprojekt HANDICAP MACHT SCHULE, bei dem die Kinder den Behindertensport in 90-minütigen Einheiten selbst aktiv kennenlernen. Das Projekt, das inzwischen mehrfach ausgezeichnet wurde, hätte es so ohne die SportRegion nicht gegeben.“
Thomas Nuss, Geschäftsführer des Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes

 

„Als Ludwigsburger Oberbürgermeister freue ich mich über die Kooperation der SportRegion mit dem NaturVision Filmfestival. Als Vorsitzender der KulturRegion freut mich die Zusammenarbeit bei Projekten wie dem Festival UNTER BEOBACHTUNG. Denn Kultur, Region und Tourismus beeinflussen sich gegenseitig. Von daher sind auch KulturRegion, SportRegion und der Regio e.V. als Einheit zu sehen – und das Zusammenspiel dieser Organisationen klappt in der Region Stuttgart hervorragend.“

Dr. Matthias Knecht, Oberbürgermeister Ludwigsburg und Vorsitzender der KulturRegion Stuttgart

 

„Ich habe mich sehr gefreut, als ich 2012 erfahren habe, dass die SportRegion eine Patenschaft für mich übernehmen möchte. Gerade für einen jungen Sportler ist eine solche Unterstützung wichtig, die ich von Beginn an sehr geschätzt habe. Ich finde besonders schön, dass die SportRegion Stuttgart ihren Patenkindern nicht nur in guten, sondern auch in weniger guten Zeiten zur Seite steht!“ 

Tabea Alt, Kunstturnerin und Patenkind der SportRegion Stuttgart

 

„Seit 2020 hat die SportRegion ihren eigenen Podcast. Als ich gefragt wurde, ob ich bei dem Format mitmachen möchte, habe ich mich sehr geehrt gefühlt. Die Gastgeberin Deborah Dobbratz schafft es, eine schöne Gesprächsatmosphäre entstehen zu lassen. Dadurch kommen Gespräche zu Stande, die es dem Zuhörer erlauben, nicht nur den Sportler, sondern auch den Menschen dahinter kennenzulernen.“
Benjamin Wahl, Geschäftsführer der SG Schorndorf

 

„Seit vielen Jahren verfolge ich die Arbeit der SportRegion. Immerhin ist der Tätigkeitsbereich des Vereins mit unserem Sendegebiet nahezu deckungsgleich. Daher habe ich im Jahr 2017 auch gerne die Moderation der Reihe SPORT TALK übernommen. Ich bin jedes Mal wieder beeindruckt, wie gut die Veranstaltungen vorbereitet werden, was mir die Arbeit als Moderator sehr erleichtert.“

Daniel Räuchle, Ressortleiter Sport beim Fernsehsender Regio TV Stuttgart

 

„Im Jahr 2012 haben wir vom Baden-Württembergischen Triathlonverband gemeinsam mit der SportRegion erstmals einen ‚Triathlon RegioCup‘ angeboten. Damals gab es sechs Wettkampforte. Inzwischen hat sich dieses Format etabliert und wird gut angenommen. Die Zahl der Veranstaltungsorte hat sich verdoppelt und die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist kontinuierlich gestiegen. Wir sind sehr zufrieden mit der vertrauensvollen Kooperation und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.“

Peter Mayerlen, Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Triathlonverbandes

 

„Seit dem Jahr 2009 gibt es die Diskussionsreihe SPORT TALK. Seit der ersten Veranstaltung sind wir als Dienstleister mit an Bord und dürfen von jedem Event eine Zusammenfassung erstellen. So sind im Laufe der Jahre insgesamt 27 Veranstaltungen zusammengekommen. Uns macht die Zusammenarbeit sehr viel Spaß und wir hoffen, dass diese noch sehr lange anhalten wird.“

Timo Luippold, Geschäftsführer von DIE LIGEN

MEIN MOMENT | MICHAEL KLOIBER: Der Mann am Mikro

In der Serie MEIN MOMENT kommt in jeder Woche eine Person zu Wort, die im vergangenen Vierteljahrhundert einen besonderen sportlichen Moment erlebt hat. In der elften Folge geht es um den Hallen- und Stadionsprecher Michael Kloiber.

Michael Kloibers Rückblick

Heide Ecker-Rosendahl hat als Sportlerin einige Höhen und Tiefen erlebt. Zu den Höhepunkten zählten sicherlich die beiden Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Rund 15 Jahre später befand sich Ecker-Rosendahl, inzwischen Trainerin beim TSV Bayer 04 Leverkusen, mit ihren Gefühlen am anderen Ende der Skala. „Das war der schlechteste Stadionsprecher, dem ich je bei einem Wettkampf zuhören musste“, sagte sie im Anschluss an die Deutschen Schülermeisterschaften im Mehrkampf. Die fanden damals in Bietigheim statt – und der Stadionsprecher, das war ich.

Es war das erste Mal, dass ich diese Tätigkeit ausübte. Zu dem Job bin ich eher zufällig gekommen. Bei der Organisation der Titelkämpfe hatte mein Verein, die LG Neckar-Enz, damals an alles gedacht, dass man bei nationalen Titelkämpfen jedoch auch jemanden am Mikrofon benötigte, war im ganzen Organisationstrouble irgendwie untergegangen. Da brachte mein Trainer Gerhard Müller, der mittlerweile Geschäftsführer des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes ist, mich ins Spiel: „Du hast doch so eine große Klappe. Mach Du das mal!“ Ich tat, wie mir geheißen. Das Ergebnis war eher suboptimal. Doch das war für mich nicht etwa frustrierend, sondern eher Ansporn, es künftig besser zu machen. Folglich besuchte ich wenig später eine vom Verband organisierte Sprecher-Schulung und eignete mir so das nötige Rüstzeug an. Es dauerte nicht lange und da wurde in Bietigheim die nächste DM ausgetragen – und diesmal lief das Ganze mit mir als Sprecher auch schon deutlich besser ab.

Eines lernte ich schnell: Eine gewissenhafte Vorbereitung gehört zum Handwerk dazu. Früher musste ich beispielsweise im Vorfeld einer Süddeutschen Meisterschaft stets auf den Geschäftsstellen der teilnehmenden Verbände anrufen. Da fragte man dann zum Beispiel nach den Athleten mit Titelchancen und bat um die Zusendung der Bestenlisten. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Faxe erhalten und mich dann durch richtige Papierberge gewühlt. Heute sind die Datenbanken ja alle online. Das ist kein Vergleich zu früher. Die Informationen, für die man damals mehrere Tage Recherche-Arbeit benötigte, hat man heute innerhalb von wenigen Stunden zusammen.

Im Laufe der Jahre sind dann immer mehr Events dazugekommen. Die Sprecherwelt ist überschaubar. Und so wurde man über Mund-zu-Mund-Propaganda immer weiter empfohlen. Meine Wurzeln habe ich in all den Jahren jedoch nie vergessen. Wenn ich Zeit habe, moderiere ich daher auch gerne heute noch die eine oder andere Kreismeister­schaft, wenn es zeitlich passt. Bei diesen Veranstaltungen ist die Vorbereitung meist nicht ganz so einfach wie bei einem Großevent. Denn vorab ist es da oftmals schwieriger, an Informa­tionen ranzukommen, dafür sind aber beim Wettkampf selbst auch die Erwartungen an den Sprecher nicht ganz so hoch.

Manchmal laufen bei Events auch Prominente mit. Ich kann mich zum Beispiel noch gut daran erinnern, als beim Bietigheimer Silvesterlauf einmal ein Regierungsmitglied am Start war. Natürlich gingen dann auch dessen Personenschützer mit auf die Strecke. Die taten mir hinterher ganz schön leid, denn der Chef war ziemlich flink unterwegs. Manchmal habe ich auch Verstärkung an der Seite. Den Silversterlauf moderiere ich gemeinsam mit Michael Joos und (wie lange Jahre auch den Stuttgart-Lauf) mit Achim Seiter, der ja eigentlich vom Triathlon kommt. Unsere Zusammenarbeit hat sich ir­gendwie so ergeben. Wir harmonieren und ergänzen uns gut. Man weiß im Laufe der Zeit, wie der andere tickt. Wenn es passt, kann man sich die Bälle gut zuspielen.

So bin ich mit der Zeit als Sprecher ganz schön herumgekommen, habe hochklassige Wettbewerbe hautnah im Innenraum erleben dürfen. Allerdings handelte es sich dabei zwei Jahrzehnte lang stets um Leichtathletik-Veranstaltungen. Das war meine Sportart, da kannte ich mich aus. Das änderte sich im Jahr 2007. Die Handballer der SG Bietigheim-Metterzimmern (inzwischen SG BBM Bietigheim) konnten auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd den Klassenerhalt feiern, da standen sie plötzlich ohne Hallensprecher da: Harry Tietz, der diesen Job bis dahin jahrelang gemacht hatte, wollte kürzertreten. Da kam Günter Krähling, der Vorsitzende des SG-Stammvereins TSV Bietigheim, auf mich zu und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, Harrys Aufgabe zu übernehmen. Ich war neugierig genug, um nicht gleich abzusagen. Was folgte, war ein Treffen mit dem Handball-Chef Claus Stöckle an einem Donnerstagabend. Irgendwie schaffte er es, von mir eine Zusage zu erhalten. Aus alter Verbundenheit, schließlich ist der TSV Bietigheim mein Heimat-Verein.

Einen Tag später wurde ich der Zweitliga-Mannschaft vorgestellt. Einen weiteren Tag später fand in der Bietigheimer Viadukt-Halle das erste Saisonspiel statt. Mit mir am Mikrofon. Ohne, dass ich jemals zuvor ein Handballspiel live gesehen hatte. Doch nicht nur das. Auch die Kürzel, die auf den mir zur Verfügung gestellten Unterlagen hinter den Spielernamen standen, konnte ich im Vorfeld nur mit Unterstützung von Alexander List, dem damaligen Manager der SG, und Marco Wolff dechiffrieren. Jahrelang hatte ich, zum Glück, Marco Wolf an meiner Seite. Der war zwar eigentlich Technikchef und als DJ für die musikalische Umrahmung zuständig, doch erteilte er mir nebenbei einen Crashkurs in Sachen Handball. Auf diese Weise erfuhr ich, der Hallensprecher, dass z.B. RR für Rechter Rückraumspieler und LA für Linksaußen steht. Wohlgemerkt: Diese Erklärungen fanden statt, während auf dem Feld ein offizielles Spiel der 2. Handball-Bundesliga lief.

Nicht nur, dass ich mit dieser Sportart noch nicht so wirklich vertraut war, auch was die Gepflogenheiten anging, musste ich mich umgewöhnen. Ich versuchte zunächst, dem Publikum mitzuteilen, was auf dem Feld geschah. Dies tat ich zumindest so lange, bis mir mein „Regisseur“ Marco Wolf mit den Worten „Klappe halten!“ charmant zu verstehen gab, dass eine Kommentierung des Spielgeschehens weder erwünscht noch erlaubt war. Denn während es bei der Leichtathletik einen Startschuss gibt und ich danach munter drauf los reden kann und soll, ist es beim Handball umgekehrt. Zu allem Überfluss hatte an meinem Premieren-Tag das Gästeteam aus Obernburg seinen Trikotsatz vergessen und musste sich somit von unserer Mannschaft Spielklei­dung leihen. Auf dem Feld spielte somit für mich, den Handball-Neuling, Bietigheim gegen Bietigheim. Zwar hatte ich mir vorab alle Obernburger Spielernamen akkurat notiert, aber aufgrund der falschen Trikots stimmte die Zuordnung der Nummern natürlich nicht. Sprich: Es war alles andere als ein entspannter Auftakt für mich.

Die Reaktionen waren entsprechend: Den einen war ich zu laut, den anderen zu hektisch. Zum Glück gab es aber auch Menschen, denen meine Art zu moderieren gefiel. Der Verein stand ebenfalls voll hinter mir. Und ich war – ähnlich wie zu Beginn meiner Zeit als Leichtathletik-Stadionsprecher – motiviert, dazuzulernen. Stück für Stück arbeitete ich mich in die neue Materie ein. Ich lernte die verschiedenen Auslöse­handlungen im Angriff kennen und war in der Lage, diverse Abwehrfor­mationen zu unterscheiden. Der ehemalige Topschiedsrichter Bernd Andler und unser eigener Schiedsrichte­rbeauftragter Rudolf Sauerbrey weihten mich zudem in die Regelge­heimnisse ein. Die offiziellen Handballregeln hatte ich mir in der Nacht vor meinem ersten Einsatz rasch aus dem Internet runtergeladen. Erstaunlicherweise waren es doch mehr Regeln als erwartet. Dank der professionellen Nachhilfe hatte ich meine Aha-Erlebnisse: Auf einmal konnte ich die Handzeichen der Unparteiischen entziffern und gewann ein Gefühl dafür, wann ein Stürmerfoul zu pfeifen war und wann man eine Regelwidrigkeit progressiv zu bestrafen hatte.

In einer Sache unterscheidet sich der Handball kolossal von der Leichtathletik: Man kann das Publikum viel mehr „mitnehmen“. Es reagiert sofort auf das, was der Sprecher sagt. Das ist eine große Verantwortung. Und die habe ich als Mann am Mikro nicht nur für unsere Mannschaft, sondern auch für das gegnerische Team und für das Schiedsrichtergespann. Selbst wenn ich nicht immer mit allen Entscheidungen einverstanden bin, darf ich das niemals über das Mikrofon kundtun. Ich möchte niemals jemanden vorführen. Fairplay steht für mich über allem und das gilt auch für den Umgang mit den Gästefans. Das ist für mich die oberste Maxime.

In den vielen Jahren, die ich nun schon das Mikrofon in der Hand halte, habe ich einiges erlebt. Was mich immer wieder freut, ist, wenn dabei auch die englische Sprache eine Rolle spielt. Bei der Handball-WM der Frauen 2017 zum Beispiel. Da fand ja eine Vorrundengruppe hier bei uns in Bietigheim statt – mit mir als Hallensprecher. Zudem treten die SG-Damen, deren Partien ich mittlerweile auch moderiere, in der Champions League an. Und auch im Männerbereich kommt es immer wieder vor, dass man sich auf Englisch verständigt.

Die Sprechertätigkeit hat es mir ermöglicht, Menschen zu treffen, denen ich sonst nie begegnet wäre: Usain Bolt zum Beispiel oder Fürst Albert von Monaco. Besonders ans Herz gewachsen sind mir auch die beiden Handballer Robin Haller und Christian Schäfer. Die beiden sind zusammen mit mir, als ich meinen Sprecher-Job bei der SG angefangen habe, nach Bietigheim gekommen sind und deren Karrieren ich hautnah verfolgen durfte. Meine persönlichen Höhepunkte waren sicherlich mein Einsatz bei der Frauen-WM 2017 sowie die beiden Aufstiege in die 1. Bundesliga der Männer. Diese Momente werde ich nie vergessen. In all den Jahren als Hallensprecher habe ich nur ein einziges Spiel verpasst. Damals hatte ich Grippe, und so musste eine Vertretung den Vergleich mit dem THW Kiel moderieren.

Was ich gerne einmal moderieren würde, wäre eine „richtige Leichtathletik-DM“. Ich war ja schon bei einigen Großevents im Nachwuchs- und Seniorenbereich tätig. Aber eine Meisterschaft im aktiven Bereich hatte ich tatsächlich noch nicht. Natürlich möchte ich auch wieder bei Spielen in der 1. Handball-Bundesliga am Mikro sein. Außerdem stehen in den nächsten Jahren einige Handball-Großereignisse in Deutschland an (U-21-WM 2023, Männer-EM 2024, Frauen-WM 2025, Männer-WM 2027), bei denen ich sehr gerne im Sprecherteam wäre. Es gibt aber noch etwas ganz Anderes, das mich reizt: Ich würde gerne einfach mal ein Fußball-Bundesligaspiel in Köln erleben. Denn seit meiner Jugend bin ich Fan des 1. FC Köln. In Stuttgart habe ich die FC-Fußballer schon ein paar Mal spielen sehen, aber in der Domstadt war ich bislang noch nie bei einer Partie. Wieso ich als Schwabe ausgerechnet Köln-Fan bin? Das lag an der Jugendzeitschrift BRAVO. Die bekam ich als Jugendlicher in die Hand. Innendrin war ein Poster vom 1. FC Köln. Und fortan war’s um mich geschehen.


Michael Kloiber wohnt in Kleinglattbach (Landkreis Ludwigsburg) und arbeitet seit vielen Jahren als Netzwerkadministrator. In seiner Freizeit moderiert er zahlreiche Leichtathletikveranstaltungen. Zudem ist er Hallensprecher beim Handball-Bundesligisten SG BBM Bietigheim (Männer und Frauen).

[Fotos: Sportregion Stuttgart]

MEIN MOMENT | DAGMAR BECK: ERFOLGREICH AUF DER TANZFLÄCHE

Die SportRegion Stuttgart blickt 2021 auf ihr 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass kommt in der Serie MEIN MOMENT jede Woche eine Person zu Wort, die im vergangenen Vierteljahrhundert einen besonderen sportlichen Moment erlebt hat. In der achten Folge geht es um die Tanz-Expertin Dagmar Beck.

Dagmar Becks Rückblick

Angefangen als Leistungssportlerin habe ich mit sieben Jahren beim MTV Aalen in der Rhythmischen Sportgymnastik. Meine Schwester hatte mich ins Training mitgenommen. Zehn Jahre lang war ich in der RSG aktiv und gewann zweimal die Deutsche Meisterschaft der Junioren sowie einmal den Titel mit der Gruppe. Mit dem beruflich bedingten Umzug nach Fellbach – mein Vater war Polizist – kam ich 1979 erstmals mit dem Tanzsport in Berührung und tauschte Band, Seil, Reifen, Keulen und Ball gegen einen Tanzpartner ein.

In der Tanzschule Schumann/Klett in Waiblingen lernte ich meinen Ehemann Norman kennen – das war mein Moment im privaten Bereich, denn wir heirateten 1983 und tanzen seitdem unser ganzes Leben lang zusammen. Zunächst nahmen wir für Grün-Gold Winnenden an zahlreichen Turnieren bis in die S-Klasse in Standard und Latein teil. 1983 erfolgte der Wechsel zum 1. TC Ludwigsburg – wir sind dort jetzt seit fast 40 Jahren Mitglied –, wir waren Semifinalisten der Deutschen Lateinmeisterschaft, mehrmals Finalisten der Deutschen Standardmeisterschaft sowie Mitglied im Bundeskader Standard. Als Mitglieder der Standard-A-Formation des TCL wurden wir 1985, 1986 und 1987 jeweils Weltmeister, Europameister und Deutscher Meister. Dafür zeichnete der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker uns, die TCL-Formation, mit dem Silbernen Lorbeerblatt, der höchsten Auszeichnung im deutschen Sport, aus.

1990 wurden Norman und ich Profis und waren mehrmals Finalisten der Deutschen Meisterschaft Standard im Paartanz sowie Finalisten Standard und Kürtanz bei den German Open Championships (GOC), die damals noch in Mannheim und nicht in Stuttgart stattfanden. Mehrmals erreichten wir die Finals bei Welt- und Europameisterschaften und gewannen 1993 die Deutsche Grand-Prix-Serie. 1992 bei der Weltmeisterschaft im Kürtanz in der Berliner Deutschlandhalle erlebte ich dann den ersten von drei meiner großen Momente im Sport. Norman und ich holten zum Thema „Die Schwarze Witwe“ die Silbermedaille und von den 8.500 Zuschauern gab es Standing Ovations, sie haben getrampelt und geklatscht und uns gefeiert – nicht die Weltmeister, die Geschwister Jens und Kerstin Jörgens aus der ehemaligen DDR! Dieses Gefühl damals, das vergesse ich nie wieder!

Mein zweiter Moment im Sport war der Gewinn der Weltmeisterschaft mit der TCL-Formation in der Stuttgarter Porsche-Arena als Trainerin. Das war im Jahr 2007. Im Vorfeld hatte es unheimlich viel Stress gegeben, bis sich alle zusammengerauft hatten, und der Titel kostete viel Schweiß. Die neue Choreographie zu „Barcelona“, der tollen Musik mit Montserrat Caballé und Freddy Mercury, und die erstmals gezeigte „Ludwigsburger Krone“, die im Finale punktgenau passte, erfüllten mich mit Stolz und Freude und erzeugten in mir ein Gefühl, etwas Außergewöhnliches geleistet zu haben. Bis die „Krone“ tatsächlich „saß“ und klappte, hat es ziemlich lange gedauert, wir hatten dazu viel mit einem Ballettmeister aus Stuttgart geübt. Diese Figur war immer ein Knackpunkt und ein Zitterspiel – und wenn sie geklappt hatte, waren alle erleichtert und der Rest der Choreografie lief sozusagen von selbst. Ein ähnliches Gefühl von Freude, Stolz und tiefer Befriedigung wie in der Porsche-Arena 2007 gab mir der Sieg 2009, als unsere Formation in der neu eröffneten MHP-Arena in der eigenen Stadt und vor den eigenen Zuschauern Weltmeister wurde. Das war ein wahnsinniges Publikum, völlig aus dem Häuschen, und wir wurden unglaublich gefeiert – mein Moment Nummer drei!

Nach unserer Profilaufbahn wechselten wir von der Aktiven-Seite auf die Trainerseite und sind nun seit 26 Jahren in dieser Funktion tätig. In dieser Zeit absolvierte ich alle Trainerscheine, wurde Wertungsrichterin S national und international, Landestrainerin von Baden-Württemberg und 2016 von Tanzsport Deutschland zur Verbandstrainerin Standard ernannt. Sieben Mal konnten wir den Weltmeistertitel feiern, drei Mal Gold bei Europameisterschaften und sechs Titel bei den „Deutschen“. Von 1996 bis heute haben von mir betreute Paare fast 100 Jugend-Landesmeistertitel gewonnen. Das freut mich sehr, denn gerade mit der Jugend arbeite ich sehr gerne und es macht mir viel Spaß. Dabei stehe ich ständig vor neuen Herausforderungen, aber die Kids geben mir auch unheimlich viel zurück. Manchmal bin ich auch, sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen, eine Art „Seelentröster“ und höre zu, wenn sie mit Problemen zu mir kommen.

Oft werde ich gefragt, warum ich und nicht Norman während der Auftritte der Formation an der Tanzfläche sitze. Nun, anfangs saß er dort, später wechselten wir, zum Beispiel ich in der Vorrunde, Norman beim Finale. Aber das brachte das Team dann doch durcheinander, so dass ich jetzt immer unten sitze und Norman oben auf Höhe der Wertungsrichter, damit er aus deren Sicht den Auftritt beurteilen und gegebenenfalls Korrekturen vornehmen kann. Ein Wertungsrichter hatte übrigens damals die Diskussion, wer an der Fläche sitzen soll, mitbekommen und lapidar festgestellt: „Dagmar macht sich optisch besser!“ Auch das Thema „Maskottchen“ wurde oft diskutiert, denn eigentlich ginge es ja auch ohne, aber es war dann der ausdrückliche Wunsch des Teams, dass ich das jeweils aktuelle im Arm auf die Fläche bringe. Bei jeder neuen Choreo gibt es ein neues Maskottchen, es waren beim TCL schon ein Plüschhund, ein Hai und viele andere …

Trotz aller Erfolge und der dadurch erhaltenen Ehrungen – 2008 wurden Norman und ich vom Landessportverband (LSV) als „Trainerteam des Jahres“ ausgezeichnet – wollen wir in erster Linie unserem Stil treu bleiben. Unser Credo: „Wir beziehungsweise unsere Paare und unsere Formationen tanzen nicht nur für die Wertungsrichter, sondern auch für die Zuschauer!“


Dagmar Beck wohnt in Oberrot (Landkreis Schwäbisch Hall). Als Tänzerin gewann sie dreimal WM-Gold mit der TCL-Formation, wurde Vize-Weltmeisterin der Profis (Standard Kür) und führte als Trainerin mit ihrem Mann Norman den 1. TC Ludwigsburg zu zahlreichen Erfolgen und Medaillen. [Fotos: Sportregion Stuttgart]

Schwimmverein Ludwigsburg vs. Schwimmverein Esslingen - Foto: Benjamin Lau
Timo van der Bosch (SVL08) - Foto: Benjamin Lau
"Platsch" - Foto: Benjamin Lau

Vielfalts des Sports - Wasserball

In der Serie VIELFALT DES SPORTS steht in jeder Woche eine andere Sportart im Mittelpunkt. In der sechsten Folge geht es um Wasserball. Die Bilder hat dabei der Fotograf Benjamin Lau gemacht.

Fünf Fakten

     

  • Wasserball gilt als eine Mischung aus Handball und Rugby, da im Schwimmbecken gespielt wird sind für die Zuschauer nur Teile des Oberkörpers, Arme und der Kopf zusehen. Mindestens genauso viel Aktion wie über Wasser findet dabei auch unter Wasser statt. Der Spielball  ist fast so groß wie ein Fuß- oder Volleyball, darf von den Feldspielern aber nur mit einer Hand gespielt werden, der Torwart darf mit beiden Händen spielen. Der Ball kann im Spiel auf bis zu 96 km/h beschleunigt werden. In den 32 Minuten effektiver Spielzeit werden von den meisten Spielern mehr als 2 km zurückgelegt. | https://www.youtube.com/watch?v=mRjv8SO2UQg
     
  • Bereits bei den Olympischen Spielen in Paris im Jahr 1900 wurden Medaillen im Wasserball vergeben, im Endspiel setzte sich damal Großbritannien mit 7:2 gegen Belgien durch. Wasserball ist damit die älteste olympische Mannschaftssportart überhaupt und bis heute  durchgängig Teil des olympischen Programmes. | https://www.youtube.com/watch?v=OCRntB8Plw8
     
  • Rekordmeister im Wasserball ist das Team von Spandau 04 Berlin. Zwischen 1979 und 2019 wurden die Berliner 37-mal Deutscher Meister. Im Jahr 2006 hatte aber nicht Spandau, sondern der SV Canntatt die Nase vorn. Der SVC spielt inzwischen in der 2. Bundesliga. In der höchsten deutschen Spiellklasse (Deutsche Wasserball Liga) treten zwei andere Teams aus der Region Stuttgart an (SSV Esslingen und SV Ludwigsburg). | https://youtu.be/HcebowI9eAs
     
  • Da laut Regelwerk das Schwimmbecken mindestens 1,80 Meter tief ist, müssen die Akteure irgendwie selbstständig dafür sorgen, dass sie sich über Wasser halten. Die meist genutzte Schwimmtechnik ist dabei das Kraulschwimmen. Um im Becken die Position zu halten, wird die sogenannte Eggbeater-Bewegung (Wassertreten) verwendet. | https://youtu.be/89N6GP6t4Js
     
  • Die größten Erfolge der deutschen Wasserball-Nationalmannschaft der Männer liegen mit den EM-Titeln 1981 und 1989 sowie der WM-Bronzemedaille 1984 schon etwas zurück. Ihr höchster Länderspielsieg gelang den deutschen Wasserballern bei der WM 2019 gegen Südafrika mit 25:5. Der höchste jemals erspielt Sieg bei einer Weltmeisterschaft gelang den Ungarinnen gegen Südkorea mit 64:0 (ebenfalls im Jahr 2019). | https://www.zdf.de/sport/zdf-sportextra/wasserball-achtelfinale-suedafrika-deutschland-schwimm-wm-2019-100.html
Tanzsportclub Residenz Ludwigsburg - 1. Bundesliga Latein | Foto: Benjamin Lau
1. Tanzclub Ludwigsburg - A-Lateinformation - 2. Bundesliga Latein | Foto: Benjamin Lau
Tanzsportgemeinschaft Bietigheim - Lateinformation - 2. Bundesliga | Foto: Benjamin Lau

Vielfalt des Sports - Tanzen

In der Serie VIELFALT DES SPORTS steht in jeder Woche eine andere Sportart im Mittelpunkt. In der fünften Folge geht es um den Tanzsport, wenngleich die Erstliga-Saison für 2021 ja leider kürzlich abgesagt werden musste. Die Bilder des Fotografen Benjamin Lau entstanden im Vorjahr beim Turnier der 2. Latein-Bundesliga Süd in Ludwigsburg. Mit dabei: 1. TC Ludwigsburg, Residenz Ludwigsburg und TSG Bietigheim.

Beim Tanzsport wird Tanzen als Sportart ausgeübt. Wettkampfmäßigen Tanzsport nennt man auch Turniertanz. Sitzt dabei mindestens einer der Tänzer im Rollstuhl, ist es Rollstuhltanz.

Als Tanzsport betrieben werden unter anderem die lateinamerikanischen Tänze, die Standardtänze, Rock ’n’ Roll, Boogie-Woogie, Bugg und West Coast Swing sowie Orientalischer Tanz, modern Line Dance, Cheer Dance, Hip-Hop, Showdance, Discodance, Stepptanz, Breakdance, Electric Boogie, Jumpstyle, Gardetanz, Contemporary, und Jazz und Modern Dance. Welche Tänze sportlich ausgeübt werden, unterscheidet sich von Land zu Land. Die ersten drei genannten sind auch bei den World Games vertreten. 2013 wurde auch Salsa bei den World Games in Cali, Kolumbien als Tanzsportwettbewerb in Kooperation des WDSF und der IDO durchgeführt.

Auf Tanzturnieren treten Einzeltänzer, Tanzpaare oder Tanzformationen gegeneinander an. Wertungsrichter beurteilen die Darbietungen unter verschiedenen Gesichtspunkten und vergeben Punkte oder Platzierungsempfehlungen, anhand derer Sieger und Ranglisten ermittelt werden. Ablauf und Form der Turniere können sehr unterschiedlich ausfallen.

Im Sportkreis Ludwigsburg sind aktuell 4 Mannschaften in der 1. und 2. Bundesliga beheimatet. Der Sportkreis Ludwigsburg ist somit zurecht eine Tanzhochburg.

Eisschwimmen mit Martin Tschepe

Die SportRegion Stuttgart blickt im Jahr 2021 auf ihr 25-jähriges Bestehen zurück. Dies nimmt die SportRegion zum Anlass, um in Zusammenarbeit mit Regio TV auf die Vielfalt des Sports hinzuweisen.

In dieser Folge geht es um das Eisschwimmen. Martin Tschepe vom Schwimmverein Ludwigsburg erklärt, worum es sich dabei handelt.

MEIN MOMENT | Perry Einfeldts Rückblick auf die „Volvo German Open“

Perry Einfeldt war als Gründungsgeschäftsführer des Golfclubs Schloss Nippenburg maßgeblich am Bau des Golfplatzes in Schwieberdingen beteiligt, auf dem zwischen 1995 und 1997 die „Volvo German Open“ durchgeführt wurden mit Einfeldt als Turnierdirektor. Zuvor war er als Geschäftsführer beim Baden-Württembergischen Golfverband sowie beim Stuttgarter Golf-Club Solitude aktiv. Im Laufe der Jahre war der gebürtige Hamburger in die Gründung von insgesamt vier Golfclubs involviert. Mittlerweile lebt Perry Einfeldt in Bulgarien, wo er als Geschäftsführer der PE Consulting ltd. tätig ist.

Aus dem Sportkreis Ludwigsburg gibt Perry Einfeldt einen Rückblick auf die "Volvo German Open"

Das Ganze war von Beginn an sehr ambitioniert, eines der modernsten und teuersten Golfprojekte in ganz Europa. Ein super-luxuriöser Platz sollte es werden. Nicht etwa in Paris oder in London sollte dieser entstehen, auch nicht in Mailand oder in Madrid. Sondern in Schwieberdingen, mitten im Herzen der Region Stuttgart. Dort wollte man etwas bauen, das es bislang auf dem ganzen Kontinent so noch nicht gab. Ein 18-Loch-Golfplatz der Extraklasse. Das Feinste vom Feinen.

Die Idee war verlockend, zumal das Projekt in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer der ältesten Ritterburgen der Region Stuttgart entstand: Bis ins 12. Jahrhundert reicht die Geschichte der Nippenburg zurück. All dies reizte mich sehr und so ging ich an Bord: Als Gründungsgeschäftsführer des Golfclubs Schloss Nippenburg war ich maßgeblich am Bau dieser Vorzeige-Anlage beteiligt. Mitte der 90er-Jahre war das. Und man kann sagen: Das Vorhaben glückte. Noch heute zählt der 6.154 Meter lange Par-71-Course, an dessen Entstehung Deutschlands Vorzeigegolfer Bernhard Langer beteiligt war, zu den schönsten Anlagen, die ich kenne.

Viel Geld wurde damals investiert. Die Investoren waren die European Tour gemeinsam mit der International Management Group von Mark McCormack. Das Layout des Platzes stammte von der European Golf Design, einer Tochtergesellschaft der European Tour. Daher stand auch von Beginn an fest, dass Europas Spitzengolfer in Schwieberdingen vorbeischauen würden. Für den Fall der Fälle hatte man vorgesorgt und bereits beim Bau Kabel im Gelände verlegt, welche für die Produktion des TV-Signals genutzt werden konnten. Zudem war das Ganze als Stadionkurs terrassenförmig angelegt worden. Ideale Bedingungen also für ein Top-Golfevent.

Bis 1994 fanden die „Volvo German Open“ in Düsseldorf im angesehenen Golfclub Hubbelrath statt. Ein Jahr später kam die europäische Golfelite dann erstmals nach Schwieberdingen. Und das machte sich in dem kleinen Städtchen im Landkreis Ludwigsburg durchaus bemerkbar. Die Caddys übernachten im Ort und die Luftaufnahmen, die im Fernsehen zu sehen waren, zeigten Schwieberdingen von seiner besten Seite – was vor allem dem Bürgermeister große Freude bereitete.

Die Premiere im Jahr 1995 gewann der Schotte Colin Montgomerie. Ein Jahr später musste das Turnier wetterbedingt nach drei Runden vorzeitig abgebrochen werden. Ian Woosnam aus Wales hatte da die Nase vorn. Die viel größere Sensation war jedoch ein junger Deutscher: Thomas Gögele, den keiner auf der Rechnung hatte, landete sensationell auf dem zweiten Platz. 1997 setzte sich schließlich der Spanier Ignacio Garrido durch. Bernhard Langer wurde Vierter. Aber auch sonst war viel Prominenz vor Ort. Wenngleich die amerikanischen Topstars fehlten, hatten es die Teilnehmerfelder in sich. Sam Torrance und Stuart Cage kamen genauso in die Region wie der ehemalige Weltranglistenerste Severiano Ballesteros. Auch der damals noch sehr junge Alexander Cejka nahm an den „Volvo German Open“ teil und landete 1997 auf dem neunten Platz.

Abends wollten die Stars natürlich nach Stuttgart hinein, besonders die Weinstube Kiste in der Innenstadt hatte es ihnen angetan. Für den Transfer der Stars standen uns 40 bis 50 Fahrzeuge des Namenssponsors zur Verfügung. Überhaupt war Volvo lange Zeit im Golf als Top-Sponsor vertreten. Davon konnten in Schwieberdingen auch die Zuschauer profitieren: Wer einen Volvo fuhr, bekam damals zum Turnier freien Eintritt und (für viele noch viel wichtiger) während des Turniers einen guten Parkplatz direkt am Eingang. Die umliegenden Clubs reagierten damals interessiert auf unser Golf-Projekt in Schwieberdingen. Ich denke nicht, dass Schloss Solitude, Monrepos oder Schönbuch durch etwaige Vereinswechsel viele Mitglieder verloren haben. Dafür waren die Konzepte der Clubs zu verschieden. Es war vielmehr so, dass sich damals der eine oder andere Golf-Interessierte für eine doppelte Mitgliedschaft in zwei Vereinen entschieden hat. Den Club in Sankt Leon Rot, der von Dietmar Hopp unterstützt wird und der inzwischen bundesweit bekannt ist, gab es damals übrigens noch gar nicht. Der wurde erst 1997 gegründet. In jenem Jahr also, in dem die „Volvo German Open“ letztmals in Schwieberdingen ausgetragen wurden. Das Turnier zog weiter nach Berlin. Wie so oft spielte das liebe Geld dabei eine nicht unbedeutende Rolle. Was bleibt ist die Erinnerung an drei schöne Jahre, die ich als Turnierdirektor hautnah erleben und mitgestalten durfte.